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Edel &  Starck

 

Sehr geehrte Kollegen,
liebe Kanzlei Edel & Starck,

jetzt muss es einfach raus.

Schon seit langem fragen wir uns, wie Sie das eigentlich machen. Oder dürfen wir Sie Felix und Sandra nennen?

... aber bitte mit Sahne !
Denn im Laufe der Zeit sind Sie uns so richtig vertraut geworden. Eigentlich möchten wir Euch sogar das Du anbieten.

Also, wo waren wir stehen geblieben?

Ach ja.

Wir beneiden Euch. Grenzenlos.

Um Eure schicke Kanzlei. Um die schönen großen Räume mit den schicken Möbeln. Und vor allen Dingen um Eure leeren Schreibtische, auf denen sich niemals, aber auch niemals mehr als eine einzige Akte verirrt.

Wenn überhaupt. Unermesslich viel Zeit scheint Euch für den einen, den einzigen Mandanten der Woche zur Verfügung zu stehen, der egal, wann immer er auch vor Eurer Kanzleitür steht, sofort zu Euch ins Besprechungszimmer darf, denn falls Ihr überhaupt über ein Wartezimmer verfügt, so muss es leer sein.

Und morgens habt Ihr immer Zeit für einen Cappuccino, der nicht aus Zeitmangel, sondern ausschließlich aus ästhetischen Gründen im Stehen eingenommen wird. Bewundernswert, dass Ihr inmitten des hektischen Alltags eines Prozessanwalts bzw. einer Prozessanwältin immer noch genug Zeit für die Tagespresse und ein paar kluge Sprüche über Beziehungen zwischen Männern und Frauen findet.

Das leere Wartezimmer, ist eigentlich der Alptraum jedes Berufsanfängers, doch Euch scheint es richtig gut zu gehen, wenn man sich in Eurem Büro so umschaut.

 

Und Du Sandra, immer in einem schicken neuen Kostüm, frisch frisiert im Cabriolet.

Einfach ein beneidenswerter Anblick

.

 Da verzeihen wir Euch sogar die teilweise offensichtliche Abkupferei von Eurem amerikanischen Vorbild; der Kanzlei Fish & Cage, die mittlerweile in Fish & McBeal umfirmiert hat.

Wir armen Knechte hingegen müssen, allein um unsere monatlichen Fixkosten herein zu bekommen, mindestens die Hälfte des Monats umsonst schuften, tageweise die Mandanten im ½ Stundentakt abfertigen, während das Wartezimmer bis acht überfüllt ist.

Lieber Felix, liebe Sandra, irgend etwas verschweigt Ihr uns doch. Denn an hohen Streitwerten Eurer Mandanten kann wohl kaum liegen. Soweit wir richtig aufgepasst haben, lagen die Streitwerte Eurer Mandate in den letzten Wochen fast immer unterhalb des Regelstreitwerts von 4.000,- Euro.

Und bei der Mehrzahl Eurer Mandanten scheint es sich doch eher um Kundschaft zu handeln, die einen Anspruch auf Prozesskostenhilfe hat.

Und nun auch noch das.

An einem der letzten Montage um 21:15 Uhr wurde uns die Jämmerlichkeit unseres Daseins mit aller Schärfe vor Augen geführt.

Schon immer hatten wir uns gefragt, wie zwei Anwälte mit nur einer ReNo-Gehilfin auskommen können, die offensichtlich auch nicht überarbeitet ist, sondern immer Zeit für private Telefonate und ein kleines Schwätzchen hat. Eure Bine scheint einfach ein Organisationstalent zu sein.

Und dann diese Praktikantin. Jura - Studentin Monika, der wir in Anbetracht ihres Aussehens und ihrer nicht nur juristischen Fähigkeiten sogar ihren Namen und die oberplattesten Anspielungen verzeihen.
Sex auf dem Schreibtisch der Kollegin Sandra. Felix Du Ferkel. Verzeih Sandra, dass wir dieses hier und jetzt offenbaren müssen.

Insgeheim sind wir nur neidisch. Auch wir träumen – abgesehen von viel, viel Geld – den ganzen Tag nur davon, dass ein gut aussehender Referendar mit knackigem Hintern mit uns auf unserem Schreibtisch verbotene Dinge anstellt.

Doch auch insoweit haben wir kein Glück. Bei uns bewerben sich nur pickelige, bebrillte (verzeiht ihr Kurzsichtigen) oder übergewichtige Helfer des Rechts.

Und nicht nur das.

Eure blutjunge Monika kann als Erstsemester nach ein paar Tagen mal eben ein paar Mandanten bearbeiten und Dich Sandra vor Gericht vertreten. Dies sollte Dir genau genommen zu denken geben, liebe Sandra.

Unsere Aushilfsstudenten hingegen können nach mehrmonatiger Einweisung immerhin den Kopierer bedienen, was sie jedoch im Hinblick auf die uns obliegende Ausbildungsverpflichtung laufend ablehnen, so dass wir jedes Mal aufatmen, wenn uns einer der Praktikanten wieder verlässt.

Kurzum, wir beneiden Euch.

Bitte, Felix und Sandra, wir flehen Euch an. Verratet uns Eurer Geheimnis. Wir versprechen Euch, wir sagen es auch keinem weiter. Und in 1-2 Jahren, wenn unser Laden dann dank Eurer Hilfe auch ohne unsere Mitarbeit läuft, schicken wir Euch eine Postkarte von den Seychellen.

Versprochen.

Eure Anwaltskanzlei Grünert & Kuhn


( Autorin : Frau Rechtsanwältin Katalin Grünert,
Kaiserstraße 155, 58300 Wetter)


Anwaltsreport  2 / 2003

 

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