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 Johannes Coelombie, Niederländer

 

Erbe eines Uhrmachers nach fast zwei Jahrhunderten verteilt

Fast 200 Jahre nach seinem Tod kann das Erbe des niederländischen Uhrmachers Johannes Coelombie (1732-1805) verteilt werden.

 

In seinem Testament hatte er drei kirchliche Einrichtungen beauftragt, dass Erbe von damals rund 16.000 Gulden zu verwalten und vom 6. Januar 1999 an unter den dürftigen zu verteilen.

 

Mittlerweile sei das Kapital auf 9,2 Millionen Gulden (rund 8,4 Millionen Mark) gewachsen, teilte der Coelombiefond in Haarlem am Mittwoch mit.

 

Die ersten Nutznießer des Erbes seien ein Haus für obdachlose Jugendliche, ein Frauenhaus und die Haarlemer Gefängnisseelsorge.

Eine Bedingung Coelombies konnten die Testamentsvollstrecker jedoch nicht erfüllen. Nach seinem Willen sollten Fabriken gebaut werden, um die Arbeits-losigkeit zu bekämpfen. Dazu sei heute viel mehr Geld nötig, hieß es.

 

Das Geld solle aber Arbeitslosen und Obdachlosen zugute kommen. Johannes Coelombie habe einen bleibenden Beitrag gegen den wirtschaftlichen Nieder-gang seiner Zeit leisten wollen, sagte der Haarlemer Stadtarchivar Jaap Temmnick. Daher habe er beschlossen, sein Kapital erst noch anzulegen.

 

Etwa 200 Jahre lang wurde über das Erbe des Uhrmachers gerätselt. Doch die drei Testamentsvollstrecker – ein lutherisches Waisenhaus, die Reformierte Diakonie und die katholische St. Jakobs-Kirche – haben nie ihr Schweigen gebrochen.

 

Beinahe wäre der Plan des Uhrmachers allerdings schief gegangen. Die Tes-tamentsvollstrecker hatten nämlich die Hälfte des Geldes in russische Obliga-tionen angelegt, die nach der Revolution nichts mehr wert waren. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Fonds aber wieder aufgebaut.

 


FAZ  vom  7.01.1999


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