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 Johanna Margaretha Eding, Hamburg

 

Jungfer Johannas letzter Wille: Schlüpfer

Ein kurioses Testament sorgt seit fast 250 Jahren für Damenunterwäsche in der Kirche St. Jacobi in Hamburg. Johanna Margaretha Eding hatte im Jahre Solange ie Sonne scheint und der Wind weht...1762 ihr ganzes Vermögen - ansehnliche 850 Mark - der Gemeinde vermacht. Die Jungfer hatte einen eigentümlichen letzten Willen:

Von den Zinsen sollte jedes Jahr Unterwäsche für bedürftige Damen gekauft werden. Und zwar "solange die Sonne scheint und der Wind weht".

Das Vermögen ist zwar längst verbraucht, doch die Sonne scheint weiterhin, und Edings letzter Wille ist immer noch rechtskräftig. Schon zweimal landete die "schlüpfrige" Angelegenheit vor Gericht. 1985 wurde das letzte Mal über die Damenunterwäsche gestritten.

Doch die Stiftung "Edings Testament", konnte sich im Namen der verblichenen Jungfer durchsetzen: Ein Vergleich zwingt St. Jacobi zum jährlichen Kauf von zwölf Garnituren Damenslips mittlerer Qualität. Sie erinnert die Gemeinde jedes Jahr im Advent an die Verpflichtung. "Eine liebenswerte Kuriosität unserer traditionsreichen Kirche", sagt Propst Karl-Günther Petters.

Die Schlüpfer gehen über die Amalie-Sieveking-Stiftung und den kirchlichen Verein "Herz As" an Obdachlose. "Es ist für einen guten Zweck und wird weitergeführt", so Propst Petters. Inzwischen erhält die Kirche von mehreren Seiten sogar Spenden. Im vergangenen Jahr stiftete "C & A" den kompletten Satz Unterwäsche. Die Deutsche Schauspielvereinigung überreichte der Kirche außerdem ein mit 100 Euro gefülltes Spitzenhöschen. So dürfte der außergewöhnliche Wille der Jungfer Eding auch die nächsten Jahre erfüllt und der Slip-Bedarf von St. Jacobi weiterhin gedeckt werden.

Hamburger Abendblatt vom 20. März 2006




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