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Lernen, Abschied zu akzeptieren

 

Velberter Haus der Senioren unterstützt pflegende Angehörige

Das Haus der Senioren in Velbert-Langenberg ist eine von zahlreichen Einrichtungen, die pflegenden Angehörigen von Demenzkranken Hilfe anbietet.

 

Christoph van Bürk sprach mit der Leiterin des Hauses, Cornelia Kleine-Kleffmann.

Angehörige stoßen an ihre Grenzen, wenn ihnen nahe stehende Menschen zunehmend verwirrt werden und sich sogar ihr Wesen verändert. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Kleine-Kleffmann:

Die Tabuisierung von Demenz ist ein großes Problem. Die Menschen empfinden Scham und wollen die Krankheit einfach nicht wahrhaben. Sie bekommen das Gefühl, einen herben Schicksalsschlag erlitten zu haben.

Mit welchen Schwierigkeiten sehen sich die Pflegenden konfrontiert?

Kleine-Kleffmann:

Die erste Schwierigkeit ist sicherlich die, den Kranken überhaupt zum Arzt zu bekommen. Kein Mensch gibt gerne zu, dass bei ihm Symptome auftreten, die auf eine Demenz hinweisen. Die nächste Hürde besteht darin, für alle anfallenden Probleme adäquate Hilfe zu finden.

Wo finden sie die?

Kleine-Kleffmann:

Zunächst einmal bei den vielen städtischen Pflegeberatungsstellen. Des Weiteren gibt es im Land Nordrhein-Westfalen acht Demenzservicezentren, spezialisierte Krankenhäuser wie die Memory Clinic in Essen-Borbeck und natürlich die Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

Sie bieten einen Gesprächskreis für Angehörige an. Was geben Sie den Menschen als grundlegenden Ratschlag mit auf den Weg?

Kleine-Kleffmann:

Dass sie erfassen müssen, dass es sich bei Demenz um eine geistige Krankheit handelt. Sie müssen lernen, einen Abschied zu akzeptieren, der sich vielen kleinen und großen Schritten vollzieht. Das ist ein immer währender Trauerprozess. Der Betroffene selbst kann dabei helfen, wenn er sich seiner Krankheit stellt. Er kann sich verabschieden und selbst bestimmt den Rest des Lebens in geregelte Bahnen lenken. Ronald Reagan war ein prominentes Beispiel dafür.


 WAZ v. 13.12.2005




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